Devil`s Pass – The Dyatlov Pass Incident

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Haben wir ja noch nie gehört: Eine kleine Gruppe von Filmstudenten macht sich mit Wackelkameras auf die Suche nach den Spuren einer russischen Expedition, die 1959 am „Berg der Toten“ auf grausige Weise ums Leben kam. Was steckt dahinter? Aliens? Der Yeti? Das russische Militär? Warum will niemand darüber reden – erst recht nicht die Russen. „Devil`s Pass“ (2013) gibt Antworten…

Die Story klingt angesichts trotz des realen Vorfalls – dem mysteriösen „Unglück am Djatlow-Pass“ – eigentlich ganz interessant. Dann ist da als Regisseur auch noch Renny Harlin an Bord, dem wir immerhin die wunderbare Szene in „Deep Blue Sea“ verdanken, in der ein mutierter Haifisch Samuel L. Jackson mitten im Volksreden-schwingen wegsnackt. Und auch seine Filme „Stirb Langsam 2“ (Bruce feiert im schmutzigen Unterhemd Weihnachten), „Cliffhänger“ (Rambo klettert) und „The Cleaner“ (Tatortreiniger Samuel putzt das Verbrechen weg, das man ihm dann anhängt) waren sooo schlecht nicht, auch wenn seine Werke immer wieder mal „Goldene Himbeeren“ einheimsten, etwa für Satanskäse wie „Exorcist – The Beginning“.

Dennoch ist diese Bergtour des Finnen leider nur Mittelmaß. Vor allem hat man das meiste schon mal in anderen Found-Footage-Filmen gesehen, nur halt nicht „in den Bergen“. Dafür aber konsequenter, denn am Anfang mag „Devil`s Pass“ sich nicht so recht entscheiden, wer jetzt wann wessen Footage gefunden hat und warum er sie uns zeigt. Es springt leider zu sehr ins Auge, dass Harlin das Wackelkamera-Genre nicht wirklich etwas bedeutet – was teils auch gut ist, weil die Kamera daher oft eben nicht wackelt – danke!

Doch mit keiner der Figuren mag man sich anfreunden. Die Besetzung ist nur lala. Die Story besteht auf den üblichen Narrheiten „Sex im falschen Augenblick“ und „lass uns in die Sackgasse fliehen“. Die Monster sind billiges CGI. Und zu lange passiert einfach nichts wesentliches, ganz am Ende kündigt sich der Double-Twist dann aber mit 80-Punkt-Schrift in Neogrün an.

Also voll der Flop? Nicht unbedingt. Erwartet man von Devil`s Pass wenig, wird man positiv überrascht. Aber nur dann.

Fazit: Für Fans von Camcorder-Movies eine laue Zwischenmahlzeit mit Creature-Crap und Sci-Fi-Dingsbums, aber leider kein Höhepunkt des Genres.

Zu haben als DVD und Blu-ray.

Andreas

Der Autor der Science-Fiction-Schund-Serie Scott Bradley bloggt auf scififilme.de über Sci-Fi-Filme, die er gerne sieht. Deine Meinung zu einem phantastischen Film ist vielleicht eine ganz andere als seine – und das ist gut so: Schreib uns in den Kommentaren, warum Du es anders siehst!

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