Downstream – Endzeit 2013

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In Downstream sucht der geistig verwirrte Wes den sagenumwobene Stadt Plutopia. Anders als in Wes‘ alltäglicher Endzeit-Welt ohne Sprit und Frauen soll in Plutopia die Welt noch in Ordnung sein…

In naher Zukunft fordert unser nur auf Öl und andere fossile Brennstoffe fixierter Raubbau an der Natur ihren Tribut. Alle anderen Wirtschaften, die indirekt ebenfalls von Öl abhängig sind, brechen mit dem Ende der Öl-Ära zusammen. Die Frauen sterben reihenweise an Krebs, die Menschheit ist am Ende, gewalttätige Banditen ziehen durch die verödeten Landschaften, alle suchen nur Munition, Sprit und Mädchen – die einzig wertvollen Zahlungsmittel.

Der geistig etwas verwirrte Wes Keller versucht es in Downstream auf eigene Faust. Dank seines „mit allem“ betreibbaren Autos ist er mobil und sucht „Plutopia“, eine sagenhafte Stadt, in der die Welt noch in Ordnung sein soll. Auf dem Weg nach „Nuclear City“ fällt ihm die verwahrloste Sara auf den Beifahrersitz. Der Ärger ist programmiert…

Downstream – Endzeit 2013

Panel-Technik in Downstream – wozu?

Was habe ich solche Endzeit-Filme früher geliebt! Aber die Apokalypse ist heute leider auch nicht mehr, was sie einmal war.

Trotz einiger guter Ansätze – etwa bei der Grundidee, den malerischen Landschaften oder beim Versuch, Wes in Rückblenden eine glaubwürdige Vergangenheit zu geben – ist dieser Einer-sucht-die-Oase-Film von vorne bis hinten ein wirrer, unentschlossener Pfusch. Wobei Downstream zudem keine Sekunde lang auch nur den geringsten Schimmer hat, was er uns eigentlich sagen und wie er es uns zeigen möchte.

Sinnlos eingesetzte Panel-Technik, Filter, Wackelkamera – was denn nun? Haben mit drei Regisseuren womöglich zu viele Leute an diesem Brei mitgepanscht und sich nicht zwischen „Mad Max“ und „A Boy and His Dog“ entscheiden können?

Fazit: Downstream

Bei aller Sympathie: Downstream ist ein ziemlich lahmes Endzeit-Ärgernis, dass man sich wirklich sparen sollte, selbst wenn man auf Low-Budget-Movies und Endzeitfilme und Arthaus-Kino jenseits des Mainstreams steht.

Bessere Apokalypsen zum Beispiel:

Zu haben ist die postapokalyptische Tristesse auf Blu-ray und DVD. Ich rate dringend ab.

[Update] Es scheint ihn jetzt legal & kostenlos als Stream zu geben (ich rate dennoch ab):

Downstream-Trailer:

Sehenswert
Phantastisch
Spannend
Witzig
Kultig
Trashig
Monströs
Blutig
Nackig

Andreas

Der Autor der Science-Fiction-Schund-Serie Scott Bradley bloggt auf scififilme.de über Sci-Fi-Filme, die er gerne sieht. Deine Meinung zu einem phantastischen Film ist vielleicht eine ganz andere als seine – und das ist gut so: Schreib uns in den Kommentaren, warum Du es anders siehst!

1 Antwort

  1. Tyler Burns sagt:

    endlich mal wieder ein persönlicher Kommentar. Dem muss man nicht immer zustimmen, aber hier bekommt man zumindest eine Meinung und nicht das Standardgewäsch aus der Produzenten-Retorte.

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