Ghostmaker

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Beim professionellen Auftrags-Entrümpeln stolpert der drogensüchtige Student Kyle über eine ungeheure Rarität: Einen seltsamen Sarg, der mit einem Werk goldener Zahnräder ausgekleidet ist. Seine Kumpels sind ebenfalls begeistert, erst recht, als sich herausstellt, dass es sich um die legendäre „Geistmaschine“ des Deutschen Erfinders Wolfgang von Tristen handelt.

Mit ihr soll es möglich sein, Körper und Geist zu trennen – und sogar den Tod zu besiegen. Wie eine Spieluhr kann man den Sarg mit einem Schlüssel „aufziehen“. Die biomechanische Technik (eindeutig Clockpunk ;-) löst den Geist für einige Minuten vom Körper ab.

Jeder andere würde vielleicht die Finger davon lassen, aber unsere Jungs probieren es natürlich aus. Kyle, der Schulden bei Dealern hat, kann sie als Geist belauschen und seinen Vorteil daraus ziehen. Sein querschnittsgelähmter Kumpel Sutton kann als Geist „gehen“ und Kyles Freundin Julie unbemerkt behecheln. Super Sache also.

Doch wie das so ist: Zu viel Macht korrumpiert. Und während der eher intellektuelle Platt das Gerät analysiert, fördert die Geistmaschine nicht das beste in Kyle und Sutton zutage. Zumal Wolfgang von Tristen ja eigentlich auf Folterwerkzeuge spezialisiert war … und unseren Freunden wenig überraschend irgendwann als bedrohlicher, zahnradüberzogener Geist erscheint.

Wenn man seine Ansprüche nicht zu hoch schraubt, kann man mit Ghostmaker (aka Box of Shadows, 2011) aber durchaus Freude haben. Doch um wieviel besser hätte der Low-Budget-Film sein können, wenn er nicht ganz so banal ausgefallen wäre, und sich zwischen Horror und Fantasy hätte entscheiden können.

Fazit: Angesichts des Budgets gerade noch passable Mystery, der es aber an Spannung und Ideen mangelt. 

Andreas

Der Autor der Science-Fiction-Schund-Serie Scott Bradley bloggt auf scififilme.de über Sci-Fi-Filme, die er gerne sieht. Deine Meinung zu einem phantastischen Film ist vielleicht eine ganz andere als seine – und das ist gut so: Schreib uns in den Kommentaren, warum Du es anders siehst!

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