Schattenkrieger – The Shadow Cabal

Leserbewertung:
[Total: 11 Average: 3.5]

Ein netter Ork, ein Mensch auf dem falschen Pfad und eine wütende Elfin machen als Schattenkrieger Kleinholz aus Zwergen und Todesgöttern. Köstlich!

Fantasy, das ist „irgendwas mit Elfen und Orks“, zwischendurch Schwertkämpfe und Raufereien, bis der mächtige Oberschurkenfürst von irgendwo zurückkehrt, weil irgendeine Prophezeiung das so vorschreibt. Das jedenfalls möchte man glauben, wenn man Schattenkrieger – The Shadow Cabal (Originaltitel: Saga – Curse of the Shadow, 2013) anschaut: Ein Fantasy-B-Movie reinsten Wasser, mit minimalen Gefechten und so gut wie keinen Special Effects (weil das Kickstarter-finanzierte Team halt kaum Geld hatte).

Ein Drache kommt auch mal vor …

Schattenkrieger: Überraschend gute Low-Budget-Fantasy

Schattenkrieger: Elf, Ork, Mensch

Die Story von Schattenkrieger – The Shadow Cabal wirkt eigentlich wie mit dem Fantasy-Film-Generator geschrieben: Ork, Elf und Mensch müssen sich zusammenraufen, weil ein Schamane den Todesgott Azul aus seinem Höllenloch befreien will, wozu er seine Asche, Blut aus einem bestimmten Stein und noch irgendwas anderes braucht. Natürlich hassen sich die drei zunächst und wollen sich gegenseitig abmurksen. Aber nachdem ihnen sowohl Asche als auch Blut abhanden kommen (und die Elfin verflucht wird), tun sie sich für die gute Sache zwangsläufig zusammen. Und haben sich dann irgendwann auch lieb.

Schattenkrieger: Kullimon, der Ork

Schattenkrieger hätte ganz großer Bullshit werden können. Und doch kann man sich diesen sympathischen Fantasy-Film wirklich anschauen, auch wenn er wegen seines Budgets zwangsläufig zehn Stufen unter Herr der Ringe rangiert. Schattenkrieger – The Shadow Cabal verzichtet auf fast alles, was Geld kostet; nur die Elfen- und Ork-Masken, die sind wirklich anständig geraten.

Schattenkrieger: Nemyt, die Elfin

Viel wichtiger sind aber die Figuren, denn sind total gegen den Strich gebürstet. Der Mensch ist schlecht. Der Ork ist sanft und weise. Die Elfin ist eine rachsüchtige, patzige Kopfgeldjägerin. Nicht zu vergessen ist der irre, fiese Zwerg, die hungrigen Nixen …. Auch werden Elf und Ork von Darstellern gespielt, die in ihren gewiß schlecht bezahlten Rollen atemberaubend über sich hinauswachsen.

Kullimon (Paul D. Hunt) ist wohl der beste Ork, der je auf der Leinwand zu sehen war. Und auch die Elfin Nemyt (Danielle Chuchran) lässt es wirklich krachen und legt sich beeindruckend ins Zeug. Es macht wahnsinnigen Spaß, dieser tickenden Zeitbombe mit spitzen Ohren zuzusehen, wie sie durch den Film wütet. Da vergisst man auch mal das eindeutige Zuviel an mäßig choreografierten Kloppereien oder den irgendwie überflüssigen Menschen Keltus.

Schattenkrieger: Kritik & Bewertung

Schattenkrieger ist eine kleine B-Perle aus dem Bereich Sword & Sorcery. Der Film ist sehenswert für alle High-Fantasy-Fans, die etwas Gnade im Herz tragen für Independent-Filme, und die auch Ultra-Low-Budget mal eine Chance geben. Wirklich, die Elfin Nemyt ist köstlich, die muß man gesehen haben!

Schlechte Laune: die Elfe Nemyt mal wieder beim Raufen …

Trailer zu Schattenkrieger

Hier der Trailer zu Schattenkrieger:

Grundlage des crowdfinanzierten, abendfüllenden Fantasy-Films war ein Kurzfilm:

Sehenswert
4
Phantastisch
3
Spannend
2
Witzig
2
Kultig
2
Trashig
2
Monströs
1
Blutig
1
Nackig
1
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Andreas

Der Autor der Science-Fiction-Schund-Serie Scott Bradley bloggt auf scififilme.de über Sci-Fi-Filme, die er gerne sieht. Deine Meinung zu einem phantastischen Film ist vielleicht eine ganz andere als seine – und das ist gut so: Schreib uns in den Kommentaren, warum Du es anders siehst!

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