Space Mutiny – Mutiny in Space (1988)

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Mutiny in Space: Frauen zeigen in Zukunft nackte Beine, Männer nackte Arme

Ein gigantisches Raumschiff reist durchs All. An Bord der „Southern Sun“: die gesamte verbliebene Menschheit. Der weise, gute Captain, optisch eine Mischung aus Gott und dem Nikolaus, will irgendwohin, wo’s schön ist. Der schmierige, böse, ständig fies lachende Chef der Sicherheitskräfte will woanders: zu irgendwelchen Piraten, mit denen man gelegentlich in Raumschlachten verwickelt ist. Es kommt zur Meuterei …

Es gibt Filme, da keucht man kurz, presst sich ein Sofakissen ins Gesicht und murmelt „Au weiha.“. Filme, die wirklich so schlecht sind, dass sie schon wieder gut sind. „Space Mutiny“ (1988) ist tatsächlich einer dieser Filme. So cheezy wie ein überalteter Romadour in der Mikrowelle auf dem Sperrmüll. Absolut unfassbar. Das Hirn springt einem aus der Schale, wenn man ansehen muss, wie diese Verbrecher in Hollywood passable Weltraum-Shots aus „Kampfstern Galactica“ mit dümmlichsten Aufnahmen aus Pappkulissen und alten Fabrikhallen (aka „das Innere des Raumschiffs“) vermischten. Der einzige, der dabei Ahnung von seinem, Job hatte, war der Cutter.

Space Mutiny: wiederholtes CGI-Posing (mit VC20-Grafik)

Space Mutiny: ständig schießen Schauspieler in Unterwäsche auf Schauspieler in Overalls

Der Held: ein blonder Flash Gordon für Arme, der vom Muskel-Casting für einen Ursus-Sandalenstreifen übrig blieb. Die Mieze des Helden, zugleich – natürlich – Tochter des weisen, gute Captains, trägt dauernd nur knappeste Aerobic-Synthetik. Fällt aber kaum auf, denn alle Damen zeigen an Bord ihren Dienstgrad mit fehlenden Textilien. Die Kulissen: aus dem Baumarkt. Die Kostüme: aus einem 1-Euro-Laden, der sich auf 80er spezialisiert hat = breite Stoffschultern. Zwischendurch sieht man irgenwelche telepathischen Bodybuilderinnen, die um Plasmakugeln tanzen, dabei in dünnen H&M-Fähnchen Eso-Yoga machen und so irgendwie die Geschicke des Guten lenken.

Space Mutiny: dauernd springen Stuntmen durch Explosionen ...

Ist der Film langweilig? Nicht eine Sekunde! Zum Beispiel wird ununterbrochen geschossen. Mal mit blauen, mal mit roten Laserstrahlen (und einer Mini-Lady-Bazooka). Stuntmen federn alle zwei Minuten paarweise von Katapulten und purzeln durch Explosionen. Der Held trifft immer, die Schurken nie. Als Fahrzeuge – für eine Art Autojagd in den erwähnten Fabrikhallen – dienen Golf-Carts mit wabbelnden Pappaufsätzen. Auch zu erwähnen: Dass irgendeiner im Team einen Sohn gehabt haben muß, der einen Commodore VC20 hatte – der Film ist durchsetzt mit 320×240-Pixel-Computergrafik.

Space Mutiny: diese Szene sehen Sie etwa 1 Sekunde, nachdem der Schurke erledigt wurde; man beachte, dass es auch bekleidete Frauen gibt ...

enthält u.a.: Space Mutiny

Fazit: Was für ein Müll. Und doch: einmal ansehen kann man sich das… Sie dürfen bloß nie zugeben, dass sie „Space Mutiny“ bis zum Ende durchgehalten haben. (Sonst weist man sie sofort ein.)

Schon der Trailer lohnt das Anschauen:

Andreas

Der Autor der Science-Fiction-Schund-Serie Scott Bradley bloggt auf scififilme.de über Sci-Fi-Filme, die er gerne sieht. Deine Meinung zu einem phantastischen Film ist vielleicht eine ganz andere als seine – und das ist gut so: Schreib uns in den Kommentaren, warum Du es anders siehst!

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