Universal Soldier

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Während des Vietnamkrieges erschießen sich die Soldaten Luc Deveraux (Jean Claude van Damme) und sein Amok laufender Kamerad Andrew Scott (Dolph Lundgren). 23 Jahre später erwachen sie von den Toten: Das geheime Militärprogramm „Universal Soldiers“ hatte sie einst eingefroren und taut sie nun wieder auf. Ihres Willens beraubt, sollen sie als gewissenlose, unaufhaltsame, nimmermüde und stets gehorsame Kampfmaschinen in den Krieg ziehen. Doch Deveraux beginnt sich an seine menschliche Vergangenheit zu erinnern (ein weiterer Grund, der gegen das „Universal Soldier“-Programm spricht – abgesehen von den Objektiven, die beim Kämpfen stören) und nimmt mit Hilfe einer Journalistin reißaus. Diverse „UniSols“ verfolgen ihn, und vor allem Scott ist dabei fleißig – denn auch in ihm kommen alte Erinnerungen und damit Feindseligkeiten hoch.

Der „schwäbische Spielberg“ Roland Emmerich drehte mit „Universal Soldier“ (1992) seinen ersten Hollywood-Streifen, einen routinierten Supersoldaten-Film ohne allzu dickes Drehbuch oder über Entertainment hinaus gehende Ambitionen. Dabei brannte er ein solides Feuerwerk aus Prügeleien, Ballereien und sonstigem Radau ab und lieferte einen typischen Actioner der 90er Jahre, mit einem Hauch 80er drin, der ihm die eben erst geöffnete Tür zu Hollywood offen hielt.

Leider ist „Universal Soldier“ etwas zu glatt gebürstet und in wesentlichen Punkten unglaubwürdig bis dümmlich. Macht aber nix: Als Whopper-Movie ist Emmerichs Werk noch heute völlig okay und neben „Timecop“ vielleicht JCVDs bester Nicht-Kickboxer-Film.

Lange Zeit gab es den Streifen nur geschnitten, inzwischen erhielt auch die Uncut-Version eine FSK-16-Freigabe.

Fazit: Astrein inszeniertes Kawumm-Spektakel ohne Sinn und Verstand, das man sich auch heute noch ansehen kann.

 

 

Universal Soldier – Die Rückkehr (1999)

Tja, was soll man sagen: Hollywood ist einfach gierig. Man musste unbedingt „Universal Soldier – Die Rückkehr“ drehen, eine Fortsetzung mit einem noch dümmlicheren Drehbuch, in dem es im Wesentlichen um das gleiche geht, weil ein Supercomputer sich nicht abschalten lassen will. Naja.

Fazit: Als Action-Gurke geht auch „Die Rückkehr“ gerade noch in Ordnung, aber gut ist das nicht mehr.

Andreas

Der Autor der Science-Fiction-Schund-Serie Scott Bradley bloggt auf scififilme.de über Sci-Fi-Filme, die er gerne sieht. Deine Meinung zu einem phantastischen Film ist vielleicht eine ganz andere als seine – und das ist gut so: Schreib uns in den Kommentaren, warum Du es anders siehst!

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