Das Dorf der Verdammten

Leserbewertung:
[Total: 1 Average: 2]
In einem Dorf fallen alle um. Als sie wieder aufwachen, sind zehn Frauen schwanger. Neun Monate später kommen ihre Kinder auf die Welt und sind verdammt blond, klug und gleichen einander wie Zwillinge. Schnell sind sie schlauer als ihre Eltern und gehen stets im Gleichschritt zur Schule, die sie nur mehr langweilt.

Was Dorfarzt Dr. Alan Chaffee („Superman“ Christopher Reeve), den Dorfpfarrer („Luke Skywalker“ Mark Hamill) und die undurchsichtige Geheimdienst-Schnalle Dr. Susan Verner (Kirstie Alley) aber besonders beunruhigt: Die seltsam frühreifen Kids sind zwar mit überragender Intelligenz gesegnet, doch sie kennen offenbar weder Mitgefühl noch Liebe. Sind es die Vorboten der Teufels – oder die Kuckuckskinder außerirdischer Angreifer?

Tatsächlich hatte ich „Das Dorf der Verdammten“ (1995) von John Carpenter als reinen Antichristen-Horror-Humbug in Erinnerung, es ist aber ein halbwegs passabler SF-Film, der auf den Spuren von Lovecrafts „Farbe aus dem All“ und üblicher Invasionsstoffe wandelt. Autor ist John Wyndham („Kuckuckskinder„/“The Midwich Cuckoos„) der uns auch Die Triffids (Day of the Triffids) geschenkt hat (verfilmt als Blumen des Schreckens und Die Triffids – Pflanzen des Schreckens).

Ist „Das Dorf der Verdammten“ schlecht? Nein. Doch leider ist der oft gute John Carpenter (der damit bereits ein Remake drehte) hier erstaunlich fantasielos geblieben, der Film hat einen richtigen 80er-Jahre-Mief. Seine Version vom „Das Dorf der Verdammten“ ist eine zwar stimmungsvolle, aber ziemlich harmlose, spannungsarme und fade Veranstaltung. Eher was für Fans ruhiger Filme. Interessant ist übrigens, den Film mal nicht als Invasionsfilm zu lesen, sondern die Kinder als „normal“ (Atheisten, „Übermenschen“) zu betrachten, die sich gegen die rückständigen Dorfbewohner nur zur Wehr setzen.

Fazit: Altbackene und etwas lustlos wirkende SF-Mystery-Schote, die unter ihren Möglichkeiten bleibt, die man sich aber durchaus mal wieder ansehen kann. Zum „Klassiker“ reicht es indes nicht.

  • Auf DVD und in erstaunlich guter Qualität auch auf Blu-ray zu haben.

Andreas

Der Autor der Science-Fiction-Schund-Serie Scott Bradley bloggt auf scififilme.de über Sci-Fi-Filme, die er gerne sieht. Deine Meinung zu einem phantastischen Film ist vielleicht eine ganz andere als seine – und das ist gut so: Schreib uns in den Kommentaren, warum Du es anders siehst!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.