Edge of Tomorrow – Live.Die.Repeat

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In Edge of Tomorrow kämpfen Militärs gegen Aliens. PR-Fritze Tom Cruise will sich drücken – und gerät in eine Zeitschleife, in der immerzu aufs Neue stirbt…

Och nööö, nicht schon wieder Tom Cruise… doch, und diesmal lohnt es sich: In Edge of Tomorrow – Live.Die.Repeat (2014) spielt Cruise einen schmierigen PR-Offizier aus den USA, der in Europa den britischen Truppen zugeteilt ist. Die Militärs kämpfen gegen die sogenannten „Mimics“, eine Alien-Zivilisation, die inzwischen den europäischen Kontinent erobert hat und nun über den Ärmelkanal möchte.

In Edge of Tomorrow ist PR-Fritze Tom Cruise mal kein Held – sondern ein feiger Drückeberger, der sich weigert, auch mal von der vorderen Front zu berichten (herrliche Szene!). Er wird daher als Deserteur eingestuft, zum einfachen Soldaten degradiert und einer abgewirtschafteten Kampftruppe zugewiesen (als Kanonenfutter). Wenige Stunden später landet er, gehüllt in ein Exo-Skelett, das er nicht mal bedienen kann, in der Normandie – und haucht schon nach Minuten sein Leben aus.

Er stirbt.
Und erwacht.
Live.Die.Repeat.

Von nun an startet er jeden Tag als Deserteur. Jeden Tag aufs Neue wird er seiner Kampftruppe zugewiesen. Täglich landet er in der Normandie. geht drauf. Und erwacht von neuem. Und natürlich fängt er irgendwann an, andere Entscheidungen auszuprobieren: Mal diesen Kameraden retten, mal jenen. Nichts hilft. Weil er aber mit jedem Live-Die-Repeat-Zyklus mehr über die Zukunft weiß, entwickelt sich der PR-Schmierlappen langsam zum Supersoldaten.

Doch auch das nützt nichts: Tom Cruise geht immer wieder drauf (allein das ist es wert…). Und niemand will ihm glauben, dass die Normandie-Offensive am Edge of Tomorrow eine ganz, ganz große Falle der Aliens ist … eh klar.

Edge Of Tomorrow: Tom Cruise fertig, aber in Hochform

Edge of Tomorrow – Live.Die.Repeat

Mehr sei nicht erzählt. Denn das sollten Sie selbst gesehen haben. Edge of Tomorrow ist ein ganz hervorragender gemachter, actionreicher, dramatischer, teils sogar spaßiger, in Sachen Special-Effects wirklich atemberaubender Science-Fiction-Reißer, wie ihn Hollywood schon lange nicht mehr produziert hat.

Klar, die Prämisse ist eine dicke, häßliche Kröte: Eine Zeitschleife als Teil der Alien-Angriffskultur? Und nur Tom Cruise wird darin nicht älter? Nur er kann sich an alles erinnern? Weil […waaahnsinnig kompliziert…]. Und diese Kröte muss man in Edge of Tomorrow schlucken, sonst ergibt das Ganze gar keinen Sinn. Und dennoch: Das ist einer der besten SF-Knaller, die ich in den letzten Jahren gesehen habe.

Und Tom Cruise (nur wegen ihm hatte ich diesen Film im Kino geschwänzt, schon die Hoffnung in Hollywood-SF aufgegeben) kann man sogar aushalten. Weil er den größten Teil des Films einen Drückeberger spielt, der nur zufällig zum Helden wird. Kriegt er hin, es ist vielleicht sogar einer seiner besten Filme. Und das stets leicht verschwitzte Ass-Kicking-Babe (Emily Blunt) ist natürlich eine Augenweide … leider fehlt ihrer Figur aber eine eigene Geschichte.

Edge of Tomorrow: Kritik

Anschauen! Edge of Tomorrow ist ein technisch hochbrillantes Science-Fiction-Getöse, das einen von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhält. Maximales Kawumm, ohne dabei allzu dümmlich zu sein. Muss man gesehen haben.

  • Auf DVD und Blu-ray zu haben, letztere ist hier empfehlenswert.

Ein einziges Schlachtfeld: Edge Of Tomorrow (2014)

Edge of Tomorrow 2

Frühjahr 2016 angekündigt. Selber Regisseur, wieder Tom Cruise. Mal sehen.

Edge of Tomorrow – Trailer

Der Trailer stellt den Film imho etwas verfälschend dar und hielt mich davon ab, ihn anzusehen; der Film ist ausnahmsweise besser.

Sehenswert
Phantastisch
Spannend
Witzig
Kultig
Trashig
Monströs
Blutig
Nackig

Andreas

Der Autor der Science-Fiction-Schund-Serie Scott Bradley bloggt auf scififilme.de über Sci-Fi-Filme, die er gerne sieht. Deine Meinung zu einem phantastischen Film ist vielleicht eine ganz andere als seine – und das ist gut so: Schreib uns in den Kommentaren, warum Du es anders siehst!

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